Laut vorliegenden Berichten fliehen Jährlich tausende Mädchen vor Massenbeschneidungen in Uganda, Sierra Leone, Tansania und Kenia sowie weiteren Teilen Afrikas.
Die meisten Mädchen sind im Alter zwischen 3 und 12 Jahren und werden meist von älteren Geschwistern versteckt, um sie vor der drohenden Genitalverstümmelung zu beschützen.
Alleine in Uganda sind in den letzten Wochen über 400 Mädchen vor FGM geflüchtet. In Kenia und Tansania flüchten tausende Mädchen jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit, in der das Ritual meistens in ihren Dörfern durchgeführt wird, um dieser brutalen Praxis zu entkommen.
Erst kürzlich ist ein 17-jähriges Mädchen in Sierra Leone vor der
als besonders brutal geltenden Frauensekte, der Bondo Society, geflüchtet. Diese ist bekannt dafür, FGM gewaltsam zu praktizieren. Das Mädchen fand bei ihrem Schuldirektor Unterschlupf, bis die Frauen der Bondo Society die Wohnung des Schuldirektors mit Stöcken und Waffen stürmten und dieser die Polizei rief. Das Mädchen hält sich nun an einem unbekannten Ort auf. Laut Schätzung der UNICEF im Jahr 2010 sind in Sierra Leone 85-98% der Frauen von Genitalverstümmelung betroffen.



