Excerpt Chapter Three: Love and Respect / Leseprobe Kapitel 3: Liebe und Respekt

1 Jun

Chapter 3: Love and Respect

When I was a child, I had no concept of religion. Nobody taught me about religion or what I was supposed to believe. Of course I knew that people believed in something, after all I saw them pray five times a day, but I cannot remember ever being taught about Allah, Mohammed or the Quran. My personal belief is in balance and harmony, not more and not less. There is a balance and harmony in nature that has to be respected. I always knew about this balance, even though I might not have been able to name or describe it.

I exist. I do not have to know who I am, who I was or who has created me and why. Whoever you are, thank you for creating me. I am grateful, and I do not need proof. I am thankful that I exist and I love who I am and where I am. I do not need proof or justifications, I am just grateful for what I have. I don’t care what the name for this belief is.

I am convinced that religions exist to do good. Every religion has this purpose, Christianity, Islam, Judaism, Hinduism and any other religion on this planet. Of course I am not against things that do something good, but this is not the effect I see religions have in this world. In fact, I often see the opposite. Religion is being used to justify bad things. They are misused by people to harm other people or for one’s own gain. Religions are consciously used to make people feel ashamed for who they are, to make them feel guilty. Religions are used to control people. And of course, religions are used to suppress women, to legitimise violence against women, to mutilate their genitals, to disregards their rights and to exclude them from public life. Religions are used to lock women in their houses, to forbid that they leave the house alone, to force them to wear a veil. I do not have to mention that most religions do not allow women to participate in the decision-making process or hold a religious office. In the worst case, religions are used to stoke fears in people, to fuel hatred and violence and to start wars. Everywhere in the world people are being abused, suppressed, discriminated, hurt and killed in the name of religion.

I never went to a mass in a church, just as I never went to school. Nobody ever taught be – or should I say told me – what to believe. And yet I know what is right and what is wrong, what is bad and what is good. Every person knows this, there is no need for religious education to feel what is wrong and what is right. It is inside of us, and whenever you do something wrong, you will instantly feel it. All we have to do is act according to these feelings, and we will not need any religion rulebook.

When I look at the self-proclaimed representatives of Allah or God on earth I can only pray that Allah or God will protect the people from his so-called representatives and that he will help the many little girls who are being mutilated in his name.

Kapitel 3: Liebe und Respekt

In meiner Kindheit hatte ich kein Konzept von Religion gehabt. Niemand erzählte mir, was Religion war und warum sie ausgeübt wurde. Natürlich wusste ich, dass die Menschen an irgendetwas glaubten, ich sah sie schließlich fünf Mal am Tag beten. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass man mir als Kind jemals etwas über Allah, Mohammed oder den Koran erzählt hätte. Mein persönlicher Glaube ist der Glaube an Harmonie und Balance, nicht mehr und nicht weniger. In der Natur herrscht eine Form von Harmonie oder Ausgeglichenheit, die respektiert werden sollte. Diese Balance war mir immer bewusst, auch wenn ich das Konzept nicht benennen konnte.

Ich existiere. Ich muss nicht wissen, wer ich bin, wer ich war oder wer mich erschaffen hat und warum. Wer auch immer du bist – danke, dass du mich erschaffen hast. Ich bin dankbar dafür, dass ich existiere, und ich liebe, wer ich bin und wo ich bin. Ich brauche keine Beweise oder Begründungen, ich bin einfach nur dankbar für das, was ich habe. Der Name für diesen Glauben ist mir egal.

Ich bin der Ansicht, dass Religionen existieren, um Gutes zu tun. Jede Religion hat diesen Zweck, egal ob Christentum oder Islam, Judentum oder Hinduismus oder jede andere Religion auf dieser Welt. Selbstverständlich bin ich nicht gegen Dinge, die Gutes bewirken, aber das ist nicht die Wirkung von Religion, wie sie mir überall auf der Welt begegnet. Ich nehme vielmehr das Gegenteil wahr. Religionen werden benutzt, um schlechte Taten zu rechtfertigen. Sie werden von Menschen missbraucht, um anderen Menschen zu schaden oder um sich selbst zu bereichern. Religionen werden gezielt eingesetzt, um Menschen dazu zu bringen, sich für das, was sie sind, zu schämen, sich schuldig zu fühlen. Religionen werden nicht zuletzt benutzt, um Menschen zu kontrollieren.

Religionen werden vor allem aber auch benutzt, um Frauen zu unterdrücken und um Gewalt gegen Frauen zu legitimieren, um sie genital zu verstümmeln, um ihnen ihre Rechte abzuerkennen und um sie aus dem öffentlichen Leben auszuschließen. Religionen werden benutzt, um Frauen zu Hause einzusperren, um ihnen zu verbieten, alleine auf die Straße zu gehen, und um sie zu zwingen, sich zu verschleiern. Ich muss nicht erwähnen, dass in den meisten Religionen Frauen keine Entscheidungspositionen einnehmen und keine religiösen Ämter besetzen dürfen.

Im schlimmsten Fall werden Religionen dazu benutzt, um Menschen gegeneinander aufzuhetzen, um Hass und Gewalt zu schüren und sogar Kriege anzuzetteln. Im Namen von Religion wird überall auf der Welt unterdrückt, diskriminiert, geschlagen und getötet.

Ich bin nie zum Gottesdienst in eine Kirche gegangen, genauso wenig wie ich je in eine Schule gegangen bin. Mir hat man nie beigebracht – oder sollte ich sagen vorgeschrieben? -, was ich glauben sollte. Trotzdem weiß ich, was richtig und was falsch, was gut und was böse ist. Jede Person weiß das, denn man braucht dazu keine religiöse Erziehung. Gut und Böse, Richtig und Falsch sind in uns, und jeder spürt sofort, ob er etwas Richtiges oder etwas Falsches tut. Wir müssen uns nur von diesem Bewusstsein bei unseren Taten leiten lassen, dann brauchen wir keine religiösen Regelwerke.

Wenn ich mir all die selbst ernannten Vertreter Allahs oder Gottes auf Erden so ansehe, dann kann ich nur beten, dass Allah oder Gott die Menschen vor seinen angeblichen Vertretern schützt und den vielen unschuldigen Mädchen hilft, die seinem Namen misshandelt, verstümmelt oder getötet werden.

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3 Responses to “Excerpt Chapter Three: Love and Respect / Leseprobe Kapitel 3: Liebe und Respekt”

  1. Hanife Coskun June 1, 2010 at 8:49 am #

    Trost der Tränen

    Wie kommt’s, daß du so traurig bist,
    Da alles froh erscheint?
    Man sieht dir’s an den Augen an;
    Gewiß! du hast geweint.

    “Und hab’ ich einsam auch geweint,
    So ist’s mein eigner Schmerz,
    Und Tränen fließen gar so süß,
    Erleichtern mir das Herz.”

    Die frohen Freunde laden dich:
    O, komm an unsre Brust!
    Und was du auch verloren hast,
    Vertraure den Verlust.

    “Ihr lärmt und rauscht und ahnet nicht,
    Was mich, den Armen quält.
    Ach nein, verloren hab’ ich’s nicht,
    So sehr es mir auch fehlt.”

    So raffe den dich eilig auf,
    Du bist ein junges Blut.
    In deinen Jahren hat man Kraft
    Und zum Erwerben Mut.

    “Ach, nein, erwerben kann ich’s nicht,
    Es steht mir gar zu fern.
    Es weilt so hoch, es blinkt so schön,
    Wie droben jener Stern.”

    Die Sterne, die begehrt man nicht,
    Man freut sich ihrer Pracht,
    Und mit Entzücken blickt man auf
    In jeder heitern Nacht.

    “Und mit Entzücken blick’ ich auf
    So manchen lieben Tag;
    Verweinen laßt die Nächte mich,
    So lang ich weinen mag.”

    von Johann Wolfgang von Goethe

  2. pregnancy and vitamins July 8, 2012 at 2:13 am #

    Highly energetic post, I enjoyed that bit.
    Will there be a part 2?

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  1. FGM and Religion / FGM und Religion « Black woman, white country - September 16, 2010

    [...] The so called bride price creates a real vicious circle in the fight against FGM. The parents are often dependent on the money the future husband of their daughter pays. Just like many parents do not send their daughters to school even if schooling is free because they are needed as workers, the insist of mutilating their girls to ensure a marriage and the related income from the husband. Religion is usually just a moral excuse for submitting once own daughters to the discriminating soci….” [...]

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