Archive | July, 2010

United States tighten laws against FGM / USA verschärft Gesetze gegen FGM

30 Jul

Every year during holidays a lot of girls who live in the United States, in Canada and in Europe are brought overseas and mutilated. The public authorities in all these countries know about it. In the United States this is possible although Female Genital Mutilation is banned in the United States since 1996! This law (Criminalization of Female Genital Mutilation Act), which was introduced by US-Senator Harry Reid, provides for prison sentences of up to five years for anyone who mutilates a child. But there is a loophole in the law: FGM is banned within the United States but the law does not adress the possibilty that the girls are brought overseas to get mutilated.

But this could change soon because the US-Congressman Joseph Crowley (New York) and US-Congresswoman Mary Bono Mack (California) have introduced an Act (The Girls Protection Act of 2010) that will address exactely this loophole so that Mutilation is not allowed to be done overseas. Crowley and Bono Mack want to follow the european example because FGM that is done overseas is already banned in most european countries. When this law is passed another important measure in the fight against the horrible crime FGM has been taken! Nevertheless, it is very important, that legislation is enforced. And this is only possible if the countries follow the example of France where medical examinations of young girls are obligatory to controll whether they were mutilated or not. Apart from that nothing will change.

Since  1997 another important US-legislation is existing: US representatives to the World Bank and similar financial institutions are required to oppose loans to countries where FGM is widespread and in which there are no anti-FGM educational programs. There has not been a realization of this law although it is effectiv since 1997.

Waris Dirie:

„I expect that laws which are passed are also enforced. So that we can make a big step forward in the fight against this horrible crime.“

Jedes Jahr in den Ferien werden viele Mädchen, die in den USA, in Kanada und in Europa leben, außer Landes gebracht und genitalverstümmelt. In allen Ländern wissen die Behörden davon.  In den USA ist dies möglich, obwohl weibliche Genitalverstümmelung seit dem Jahr 1996 verboten ist!  Das US-Gesetz gegen Genitalverstümmelung (Criminalization of Female Genital Mutilation Act), das von US-Senator Harry Reid initiiert wurde, sagt, dass jedem, der ein Kind genital verstümmelt, bis zu fünf Jahren Haft drohen. Aber es gibt eine Gesetzeslücke: Es ist nicht verboten, dass die Mädchen beispielsweise nach Afrika gebracht werden, um dort genital verstümmelt zu werden.

Daran könnte sich aber sehr bald etwas ändern, denn die beiden US-Kongressabgeordneten Joseph Crowley (New York) und Mary Bono Mack (Kalifornien) haben nun einen Gesetzesantrag (The Girls Protection Act of 2010) im amerikanischen Kongress darauf gestellt, dass Genitalverstümmelung, die im Ausland geschieht, ebenso verboten ist. Sie wollten dem Beispiel der europäischen Länder folgen, die schon seit mehreren Jahren Genitalverstümmelung im Ausland gesetzlich verbieten. Wird dieses Gesetz beschlossen, dann konnte wieder ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das grausame Verbrechen FGM getan werden! Wichtig ist es aber auch, dass die Gesetze kontrolliert werden. Dies ist aber nur möglich, wenn man dem Beispiel Frankreich folgt und verpflichtende Kontrolluntersuchungen für die minderjährigen Mädchen vorschreibt. Ansonsten wird sich nichts ändern.

1997 wurde aber auch ein weiteres Gesetz in den USA beschlossen. Die Weltbank und ähnliche Finanzinstitute dürfen keine Kredite an Länder vergeben, in denen FGM verbreitet ist und die keine Aufklärungsprogramme gegen FGM umsetzen. Obwohl das Gesetz seit 1997 in Kraft ist, ist diese Umsetzung bisher gänzlich ausgeblieben.

Waris Dirie:

„Ich  erwarte mir, dass Gesetze, die beschlossen werden, auch umgesetzt werden. Damit würden wir einen großen Schritt im Kampf gegen dieses abscheuliche Verbrechen machen.“

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„Desert Flower“ Premiere in Cambodia / „Wüstenblume“ Premiere in Kambodscha

27 Jul

Yesterday was the premier of my movie „Desert Flower“ in Phnom Penh in Cambodia. Friends told me that the cinema was full because of all the people who were interested in the movie. Female Genital Mutilation is not widespread in Cambodia but nevertheless women’s rights are restricted in a massive way. Most of women become victims of domestic violence and most of women are raped. Unfortunately, they are not brave enough to report the rapist to the police because usually they are family members. The raped women are stigmatized when they report to the police but not the rapist. Also, corruption is widespread within police and judges and without paying money the women won’t get any help.

It is very important for me that my movie „Desert Flower“ is also shown in a country like Cambodia where women’s rights are not respected because they will receive my message too!

Gestern wurde mein Film  „Wüstenblume“ in Phnom Penh in Kambodscha uraufgeführt. Wie mir Freunde mitteilten, kamen so viele Interessierte, dass der Kinosaal überfüllt war.  Obwohl weibliche Genitalverstümmelung in Kambodscha nicht weit verbreitet ist, werden Frauenrechte massiv eingeschränkt. Die Mehrheit der Frauen werden Opfer von häuslicher Gewalt und Vergewaltigungen. Selten sind sie aber mutig genug, die Vergewaltiger anzuzeigen, da es sich fast immer um Familienmitglieder handelt. Die vergewaltigten Frauen werden stigmatisiert, wenn sie zur Polizei gehen, die Täter selbst nicht. Hinzu kommt, dass sowohl Polizei als auch Richter korrupt sind und ohne Bestechungsgelder keine Hilfe geleistet wird.

Es ist mir sehr wichtig, dass mein Film „Wüstenblume“ auch in einem Land wie Kambodscha gezeigt wird, wo Frauenrechte so sehr mit Füßen getreten werden. Dadurch kommt meine Botschaft auch bei diesen Frauen an!

Campaigning in Ethiopia / Meine Arbeit in Äthiopien

26 Jul

I am still in Ethiopia to visit and develop projects which I will present in the next year. I want to provide jobs to women but especially a fair income. Ethiopia is one of the poorest countries of the world and a lot of Somalian refugees are living there too. The conditions are often catastrophic. Most people do not have access to clean water and there is no energy supply. Although most part of Ethiopia is arable land, food, irrigation and seed are missing. There is almost none medical supply and especially on the countryside they need schools.

It is my goal to invest and to find investors to help the people in Ethiopia who are hospitable and peaceloving. Here you can find some pictures of my journey.



Noch immer bin ich in Äthiopien um Projekte, die ich im nächsten Jahr vorstellen werde, zu besichtigen und zu entwickeln. Ich will möglichst vielen Frauen Arbeit und ein gesichertes Einkommen bieten. Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und es leben sehr viele Flüchtlinge aus Somalia im Land. Die Zustände sind oft katastrophal. Viele Menschen haben weder Zugang zu sauberem Trinkwasser, noch gibt es Energieversorgung. Es fehlt an Nahrungsmitteln, obwohl Äthiopien sehr viel landwirtschaftlich nutzbare Fläche hat, und es fehlt an Saatgut. Es gibt kaum medizinische Versorgung und gerade im ländlichen Bereich viel zu wenig Schulen.

Mein Ziel ist es, selbst zu investieren und Investoren zu finden, um den Menschen in Äthiopien, die sehr gastfreundlich und friedliebend sind, zu helfen. Anbei findet ihr einige Fotos von meiner Erkundungsreise.

Video about FGM in Ethiopia / Video über FGM in Äthiopien

22 Jul

I would like to recommend this video to you. It is calld “Dialog on FGM” and it show a piece of the discussion about FGM in Ethiopia. This video is a very good example of the arguments I have to deal with every day in my fight against FGM.

I want to thank Stop FGM Now! for showing this video on facebook!

LOVE,

Waris

Ich möchte euch dieses Video mit dem Titel “Dialog on FGM” empfehlen. Es ist ein Ausschnitt der Diskussionen über FGM in Äthiopien. Dieses Video ist ein gutes Beispiel dafür, mit welchen Argumenten ich in meinem Kampf gegen FGM täglich konfrontiert werde.

Ich möchte mich bei Stop FGM Now! dafür bedanken, dass sie dieses Video auf Facebook verlinkt haben!

LOVE,

Waris

Uganda bans FGM / Gesetz gegen FGM in Uganda

22 Jul

The Ugandan Parliamanent has passed a law this week banning female genital mutilation (FGM). Anyone convicted of having performed FGM on a girl faces 10 years of prison, and could even face a life sentence if the victims dies as a result of the mutilation.

There have been previous attempts to outlaw the practice in Uganda, but numerous groups, including the Sabiny, Pokot and Nubi continue to practice FGM.

Although I agree with those who say simply making FGM illegal is not enough, I still think that such a law is important because it strengthens those who decide to not longer practice female genital mutilation in their communities.

LOVE, Waris

Das Parlament in Uganda hat ein Gesetzt verabschiedet, dass das Praktizieren von FGM mit 10 Jahren Gefängnis bestraft. Wenn ein Mädchen durch die Verstümmelung stirbt kann der oder die Schuldige sogar eine lebenslange Haftstrafe bekommen.

In Uganda wurde in den vergangenen Jahren schon mehrmals versucht, weibliche Genitalverstümmelung durch Gesetzte abzuschaffen. Trotzdem gibt es auch weiterhin Gruppen wie zum Beispiel die Sabiny, Pokot und Nubi, die ihre Töchter auchweiterhin verstümmeln.

Obwohl ich jedem Recht gebe, der sagt, ohne Aufklärung helfen auch Verbote nicht, halte ich ein solches Gesetz für eine wichtige Botschaft. Es stärkt diejenigen, die beschließen, die Mädchen in ihrer Community nicht weiter zu verstümmeln.

LOVE, Waris

African Union appoints more Ambassadors for Peace and Security / Afrikanische Union ernennt weitere Friedensbotschafter

21 Jul

The African Union appointed Waris Dirie and 25 other prominent African personalities as Ambassadors for Peace during the inaugural meeting. They will act advisory but every one of them will contribute with their own ideas and realize together with the other Ambassadors for Peace projects to bring peace to Africa. Nobel prize winners, artists, top athletes, business men, top diplomats and former politicians were chosen for this position.

The musicians Youssou N’Dour (Senegal), Angelique Kidjo (Benin), Salif Keita (Mali), Oliver Mtukudzi (Zimbabwe), Manu Dibango (Cameroon), and the author Paulina Chiziane (Mosambique).

The soccer professional Michael Essien (FC Chelsea) and the African legends Abedi Pele, Rabah Madjer, Sadok Sassi, and the athletes Maria Mutola (Kenya) and Paul Tergat (Kenya).

Furthermore, nobel prize lauretus Prof. Wangari Maathai, Archbishop Emeritus Desmond and H.E. F.W de Klerk, the former chairpersons of the African Union H.E. Salim A. Salim (Tanzania), Hon. Amara Essy (Ivory Coast), H.E. Edem Kodjo (Togo), H.E. Alpha Oumar Konaré (Mali), the sudanese enterpreneur Dr. Mo Ibrahim, Dr. Graca Machel (Nelson Mandela’s wife and former First Lady of Mosambique), Dr. Luisa Diogo (Prime Minister Mosambique), H.E. Henri Lopes (former Prime Minister DRC) and the kenian top diplomat H.E. Bethuel Kiplagat.

The next meeting of the group will take place in August in Addis Abeba.

Waris Dirie: „I had serious talks with some of the ambassadors and  I will keep you informed on my website.“

Die Afrikanische Union hat während des Gründungstreffens neben Waris Dirie weitere 25 prominente Persönlichkeiten zu Friedensbotschaftern ernannt. Diese Gruppe wird für die Afrikanische Union beratend tätig sein, jeder einzelne wird eigene Beiträge zum Frieden in Afrika liefern bzw. gemeinsam mit anderen Friedensbotschaftern Projekte umsetzen. Zu dieser Gruppe gehören Nobelpreisträger, Künstler, Spitzensportler, Unternehmer sowie Spitzendiplomaten und ehemalige Politiker.

Die Musiker Youssou N’Dour (Senegal), Angelique Kidjo (Benin), Salif Keita (Mali), Oliver Mtukudzi (Simbabwe), Manu Dibango (Kamerun), die Autorin Paulina Chiziane (Mosambik).

Der Fußballprofi Michael Essien (FC Chelsea),  sowie die Fußballlegenden Abedi Pele, Rabah Madjer, Sadok Sassi, und die Leichtathleten Maria Mutola (Kenia) sowie Paul Tergat (Kenia).

Weiters die Nobelpreisträger Prof. Wangari Maathai und Archbishop Emeritus Desmond Tutu und H.E. F.W de Klerk, die ehemaligen Vorsitzenden der Afrikanischen Union H.E. Salim A. Salim (Tansania), Hon. Amara Essy (Elfenbeinküste), H.E. Edem Kodjo (Togo), H.E. Alpha Oumar Konaré (Mali), den sudanesischen Spitzenunternehmer Dr. Mo Ibrahim, Dr. Graca Machel (Ehefrau von Nelson Mandela und ehemalige First Lady Mosambiks), Dr. Luisa Diogo (Premier Minister Mosambik), H.E. Henri Lopes (ehemaliger Premier Minister Kongo) sowie den Spitzendiplomaten H.E. Bethuel Kiplagat aus Kenia.

Das nächste Meeting dieser Gruppe findet bereits im August in Addis Abeba statt.

Waris Dirie: „Ich habe mit einigen bereits konkrete Pläne besprochen und werde euch auf meiner Website weiterhin informieren.“

African Union appoints Waris Dirie as Ambassador for Peace and Security in Africa / Afrikanische Union ernennt Waris Dirie zur Botschafterin für Frieden und Sicherheit in Afrika

21 Jul

Waris Dirie was appointed as Ambassador for Peace and Security  in Africa by the Chairman of the African Union, Jean Ping, within the context of the Peace & Security Summit of the African Union. 2010 is the year of peace and security in Africa, the 21st of September 2010 is the African Peaceday.

Waris Dirie: „I am very honored that my African brothers and sisters award me with this high position. But this position means a lot of responsibility. I am from an african country, Somalia, which is affected by a horrible civil war since 20 years and it cannot find peace. With my new position I want to help to bring peace to Somalia. I am already working on a project for this and I will present the project in September.

But there is another, much worse war in Africa. A war against women. The name of this war is „Female Genital Mutilation“ and it affects millions of girls every year. More than 150 million of women are traumatized by this absurd war and suffer their whole lifes from the consequences. Therefore, I demand that the African governments and all the people in Africa end this war. I want and I will contribute.

I felt the spirit of a new era in Africa at our first meeting in Addis Ababa on the 16th of July. Now we need to use this spirit that the wonderful african continent is able to develop beauty and strength.“

Waris und der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Jean Ping / Waris with the Chairman of the African Unionm, Jean Ping

Waris with the Chairman of the African Union, Jean Ping /

Waris mit dem Vorsitzenden der Afrikanischen Union, Jean Ping

Waris Dirie wurde im Rahmen eines Peace & Security Gipfels der Afrikanischen Union  vom Vorsitzenden Jean Ping zur Botschafterin für Frieden und Sicherheit in Afrika ernannt. 2010 ist das Jahr für Frieden und Sicherheit in Afrika, der 21. September 2010 ist der Afrikanische Friedenstag.

Waris Dirie: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass meine afrikanischen Brüder und Schwestern mich mit dieser Position auszeichnen. Diese Auszeichnung ist für mich aber auch eine große Verpflichtung. Ich komme aus einem afrikanischen Land, Somalia, das seit 20 Jahren vom schlimmsten Bürgerkrieg betroffen ist und das keine Ruhe findet. Ich will mit meiner neuen Position dazu beitragen, dass ein Friedensprozess in Somalia eingeleitet wird und arbeite bereits an einem Projekt dafür, das ich im September vorstellen werde.

Es gibt aber noch einen anderen, viel größeren Krieg in Afrika, und das ist ein Krieg gegen die Frauen Afrikas. Der Name dieses Krieges lautet „weibliche Genitalverstümmelung“ und jedes Jahr fallen ihm Millionen Mädchen zum Opfer. Mehr als 150 Millionen Frauen sind durch diesen sinnlosen Krieg traumatisiert und leiden ein Leben lang an den Folgen. Deshalb fordere ich von den afrikanischen Staaten und von allen Menschen in Afrika, diesen Krieg zu beenden. Meinen Beitrag dazu will und werde ich leisten.

Bei unserem ersten Treffen in Addis Abeba am 16. Juli habe ich gespürt, dass es eine Aufbruchsstimmung in Afrika gibt und die gilt es jetzt zu nutzen, damit sich dieser wunderschöne Kontinent endlich voll entfalten kann.“


Waris at the Summit of the African Union

Waris beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union

Waris with the former Prime Minister of Tanzania and former Chairman of the Afrikan Union H.E. Salim A. Salim and with the kenyian top diplomat H.E. Bethuel Kiplagat

Waris mit dem ehemaligen Premier Minister von Tansania und Vorsitzenden der Afrikanischen Union H.E. Salim A. Salim und dem kenianischen Spitzendiplomaten H.E. Bethuel Kiplagat

Waris with the Commissioner for Peace and Security of the African Union, Ramtane Lamamra

Waris mit dem Kommissar für Frieden und Sicherheit der Afrikanischen Union, Ramtane Lamamra