Waris Dirie berichtet vom One Young World Summit in Zürich

8 Sep

Das One Young World Summit in Zürich – Waris’ Erfahrungsbericht

“Letztes Wochenende war ich zur ONE Young World Konferenz in Zürich als Councellor eingeladen, an der mehr als 1.200 junge Aktivistinnen und Aktivistenaus 194 Ländern teilgenommen haben und tolle Projekte vorgestellt haben. Besonders stolz war ich natürlich auf die zahlreichen afrikanischen Beiträge.

Waris spricht zu den 1.200 Delegierten über ihre Ziele für Afrika

Wael Ghonim, der mit seiner Social Media Kampagne „Wir sind alle Khaled Said“  die Revolution in Ägypten mitinitiierte und Oscar Morales, der kolumbianischer Aktivist, der über Facebook 12 Millionen Menschen gegen die Gräueltaten der FARC Rebellen mobilisierte, sprachen über die Möglichkeiten, die Twitter und Facebook für Aufstände, Aufklärungskampagnen, unterdrückte Minderheiten, Demonstrationen und Revolutionen bieten. Mehr davon seht ihr hier: 

Twitter is the new Molotov cocktail

 

Aber ich habe auch Freunde, die ich schon lange kenne, in Zürich getroffen. Jamie Oliver stellte seine neue Initiative “Food Revolution” vor. Jamie setzt sich für eine bessere Ernährung von Jugendlichen und Kindern ein, da “zum ersten Mal in der Geschichte, mehr Menschen an Übergewicht als an Unterernährung sterben.“ (“For the first time in history, being too fat is killing more people than being underweight.”)

Seine Präsentation seht ihr hier:


Ich traf Bob Geldof, Mitbegründer der Organisation ONE, der Kritik an dem aktuellen Zustand der Welt übte, der ich nur zustimmen kann. In seiner Rede, setzte er seine Hoffnung in die junge Generation von heute: “You’ve got to get us out of this mess because we have failed.“ (Ihr müsst uns aus diesem Mist herausholen, denn wir haben versagt).


In einer beeindruckenden und mitreißenden Rede sagte Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, „dass wir eines Tages aufwachen werden und erkennen werden, dass wir alle eine große Familie sind.“ “It’s an incredible privilege for me who is less young to be here with you. Although you might not be aware of it you are fantastic, amazing creatures. One day you and I and all of us will wake up to the fact that we are actually all family. God sees all of you and at One Young World God begins to smile.” So wie ich, glaubt er daran dass uns eine größere Macht schützen wird.


Als Councellor durfte ich Projekte von jungen Delegierten, wie dem Umweltaktivisten Parker Liautaud, vorstellen. Parker hatte einen Traum. Er wollte der jüngste Mensch sein der den Nordpol erreichte. Mit 15 Jahren brach er zu seiner ersten Expedition auf, die aber aufgrund des Klimawandels und des schmelzenden Eises scheiterte. Mit 16 schaffte er es dann den Nordpol auf Skiern zu erreichen. Parker hat zahlreiche Wasser- und Gesteinsproben mitgebracht, um zu zeigen wie weit die Klimakatastrophe, die natürlich auch Afrika betrifft, bereits fortgeschritten ist. Und er hat bereits eine eigene Organisation „The Last Degree“  gegründet.

Wüstenblume wird in China erscheinen & Ein Interview mit dem chinesischen Fernsehsender CCTV

Außerdem gibt es gute Nachrichten für meine chinesischen Unterstützer! Mein Buch „Wüstenblume“ kommt im Herbst in China auf dem Markt! Ich traf James Chau, Anchorman des chinesischen Nachrichtensenders CCTV und UN Aids Goodwill Ambassador, mit dem ich über mein Buch „Wüstenblume“, mein Leben und die aktuelle Hungersnot in Somalia sprach. Hier könnt ihr einen Teil des Interviews sehen: 

http://english.cntv.cn/program/newshour/20110905/109116.shtml

Viele junge Aktivisten aus Afrika

Waris initiiert eine "Afrika Welle" am Ende der Paneldiskussion

Besonders stolz war ich, dass sehr viele junge Aktivisten aus Afrika angereist waren, um ihre Projekte zu präsentieren. Gemeinsam mit ihnen habe ich die Podiumsdiskussion „Africa Rising“ geführt. Trotz der akuten Hungersnot in Afrika, habe ich auf dieser Konferenz neue Hoffnung und Kraft für Afrika gesammelt. Diese jungen afrikanischen Aktivistinnen und Aktivisten, die in Zürich ihre vielversprechenden Projekte vorgestellt haben, haben mir und der ganzen Welt gezeigt haben, dass Afrika eine wirklich große Zukunft vor sich hat. Was fehlt sind nachhaltige Investitionen, die diese Projekte langfristig fördern.

Bariq Rifki, bekanntester Hip-Hop Star aus Djibouti, baut derzeit eine Schule in Djibouti auf, in der Obdachlose gratis Unterricht erhalten können.

Gifty Pearly, Repräsentantin für Ghana, hat 2011 die Greight Foundation gegründet. Die Stiftung schult Mädchen und Frauen aus sozial benachteiligten Familien, versucht, die Mädchen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und sie in unterschiedlichen Lebenssituationen zu unterstützen. Die Stiftung ist bereits in Ghana, Kenia, Nepal und Zambia tätig.


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: