Archive | December, 2011

Little awareness on FGM in Pakistan / Wenig Bewusstsein und Aufklärung über FGM in Pakistan

28 Dec

Medical students in Pakistan learn about the prevalence of FGM in their own country, a practice many of them did not know was practiced around them.

“Recently, we examined a woman who complained of pain in her genital region. We were shocked to see when we examined her that she had suffered some mutilation of her private parts. I have read about these practices, but I didn’t know they took place here,” said Zeba Khan, a fourth year medical student.

Though female genital mutilation/cutting (FGM/C) takes place, the practice is hidden, hardly ever spoken of, barely known about. The country, for instance, is considered to be “free” of FGM/C, like a number of other Muslim majority countries in the region. Indeed, this view is widely held. “No such thing happens here,” said Saadia Ahmed, a gynecologist.

FGM is widespread among the Bohra Community, a muslim religious group, and some other religious groups in Pakistan. Within these groups, an estimated 50 to 60 percent of women and girls is mutilated.

Shershah Syed, a former president of the Society of Obstetricians and Gynaecologists who devotes his practice to serving deprived women, said he had come across cases in urban Pakistan where women have undergone the procedure.

“The impact is not just on health, it is psychological, too. Such practices leave deep scars, and in our country these have not been studied at all, because so little is known about the mutilation of women in this way,” said Aliya Rizvi, a psychologist.

Read the entire article here.

Viele Medizinstudenten an den Universitäten von Pakistan reagieren schockiert wenn sie erfahren, dass auch in ihrem Umfeld FGM praktiziert wird. „Kürzlich untersuchten wir eine Frau, die über Schmerzen in Genitalbereich klagte. Wir waren schockiert, als wir sahen, dass ihre Genitalien verstümmelt worden waren. Ich habe über solche Praktiken schon gelesen, aber ich wusste nicht, dass so etwas auch hier praktiziert wird“, sagt Zeba Khan, eine Medizinstudentin im vierten Studienjahr.

FGM wird in Pakistan meist heimlich und im Verborgenen praktiziert. Viele Pakistani sind der Überzeugung, dass in ihrem Land keine weibliche Genitalverstümmelung praktiziert wird. „So etwas gibt es hier nicht“, sagt Saadia Ahmed, eine Gynäkologin.
Entgegen dieser Annahmen ist FGM in einigen religiösen Gruppen, wie zum Beispiel der Bohra Community weit verbreitet: Es wird geschätzt, dass etwa 50 bis 60 Prozent der Frauen in diesen Communities Opfer von FGM sind. Selbst in den Städten wird FGM teilweise praktiziert, wie Shershah Syed, frühere Präsidentin der Gynäkologischen Gesellschaft bestätigt.

„Die Folgen sind nicht nur körperliche, sondern vor allem auch psychische Leiden, sagt Aliya Rizvi, eine Psychologin. „Solche Praktiken hinterlassen tiefe Narben, und diese Folgen wurden hier in Pakistan noch nie untersucht, weil das Thema weitestgehend totgeschwiegen wird!“

Den Originalartikel können Sie hier (auf Englisch) lesen.

Mey Charity-Aktion bringt 60.000 Euro.

12 Dec

Starke Leistung für starke Frauen.


Together for African Women – die Charity-Aktion von Mey bodywear und Supermodel Waris Dirie übertrifft alle Erwartungen. Vor knapp einem Jahr rief Mey bodywear gemeinsam mit der Menschenrechtsaktivistin die Initiative zugunsten afrikanischer Frauen ins Leben. Träger der Aktion waren handgewebte Charity-Schals, deren Erlös in voller Höhe der Desert Flower Foundation von Waris Dirie und damit der Ausbildung von afrikanischen Frauen zugutekommt. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Stolze 60.000 Euro hat Mey bodywear am 29. November 2011 der Stiftung der Friedensbotschafterin übergeben.

Waris Dirie schafft es vom somalischen Nomadenmädchen bis auf die großen Laufstege dieser Welt – und als erste schwarze Frau auf das Cover der „Vogue“. Ihre Biografie „Wüstenblume“ wird zum Weltbestseller und erfolgreich verfilmt. Aber auch auf der politischen Bühne macht Sie auf sich aufmerksam: als Aktivistin für Menschenrechte und Friedensbotschafterin der Afrikanischen Union. Sie gründet eine eigene Stiftung, die Desert Flower Foundation, und setzt sich aktiv für die Unabhängigkeit von Frauen in Afrika ein. Im Herbst 2010 steht Waris Dirie im Rahmen der Werbekampagne „Me, Myself and Mey“ für Mey bodywear vor der Kamera. Dabei wird die Idee einer gemeinsamen Charity-Aktion geboren, mit der auch Mey bodywear vollen Einsatz für die afrikanische Heimat des Topmodels zeigt.

Zusammen mit Waris Dirie ruft Mey bodywear die Charity-Aktion „Together for African Women“ ins Leben. Dafür wurden Schals in Äthiopien von Hand gewebt und ab Januar 2011 über den Mey Online-Shop, die Mey Marken Stores sowie über mehr als 200 engagierten Mey Fachhandelspartner zum guten Zweck verkauft. Schon die Herstellung der Schals sichert Arbeit und Einkommen von äthiopischen Frauen, darunter viele alleinerziehende Mütter. Und die 60.000 Euro Reinerlös aus dem Verkauf der Schals ermöglichen darüber hinaus weitere Projekte zur Aus- und Weiterbildung, zur medizinischen Versorgung und gesundheitlichen Aufklärung sowie zur Sicherung der bereits geschaffenen Arbeitsplätze.

Waris Dirie bedankt sich bei den MitarbeiterInnen, den Eigentümern und der Geschäftsleitung der Firma MEY für die großzügige Unterstützung der Kampagne TOGETHER FOR AFRICAN WOMEN.