FGM in Mauretanien und Senegal – “Die Vagina, Werkzeug des Teufels”

29 Sep

In Mauretanien und Senegal ist die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) weit verbreitet, insbesondere in abgelegenen und ländlichen Gebieten. Nicht-verstümmelte Genitalien der Frau sind das „Werkzeug des Teufels“, der Ort wo sich der Teufel verbirgt,  sind viele überzeugt. Eine Frau kann ihren Körper nicht kontrollieren, da der Teufel sie verführt und sie deshalb von Lust und Begierde übermannt wird. Nur die brutale Verstümmelung kann ihre Reinheit bewahren und die Treue zu ihrem Mann garantieren.

Ein Opfer berichtete: „Ich werde nie das scharfe Rasiermesser, in den Händen der Frau, die die Beschneidung durchgeführt hat vergessen. Dieser war voll mit meinem Blut. Die Schmerzen, die dieses Verbrechen verursacht hat werden für immer in meiner Seele eingeprägt sein.“

Viele NGO’s sowie die Regierungen beider Länder und religiöse Führer arbeiten eng zusammen, um die schreckliche Praxis zu beseitigen. Die senegalesische Regierung setzt sich sogar zum Ziel, FGM bis 2017 zu beenden. Sollte dies gelinge, wäre Senegal das erste Land auf der Welt, welches FGM gänzlich beseitigen konnte.

Trotz den Bemühungen der Regierung, wird FGM immer noch im Geheimen durchgeführt, weshalb es umso wichtiger ist das Problem bei der Wurzel zu packen, nämlich Frauen zu fördern, Armut verringern und Bildungsmöglichkeiten insbesondere für Mädchen, aber auch für Jungen erhöhen, um sie zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft zu erziehen – nur dann kann FGM ganz aufgegeben werden.

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