Archive | October, 2015

Dramatic increase of FGM cases in Europe! – The British Government finally conforms to our demands!

30 Oct

Dear supporters,

The Desert Flower Foundation was the first organisation to investigate and uncover the dissemination of FGM in Europe.

In my book “Desert Children” I have written down and processed the shocking experiences within African communities, at doctor’s surgeries, in hospitals throughout European cities, as well as the general ignorance of the authorities to acknowledge the problem, to cope with it and to offer information and help to victims and endangered girls.

Our investigations and my book have prompted the European Union in 2006 to place the subject of FGM on their agenda for the first time – by then at least 500.000 women and girls had already been affected by FGM in Europe.

After our appearance in front of the EU Council of Ministers in 2006, many European countries have enacted laws or tightened existing laws and started awareness campaigns.

Our “STOP FGM NOW” campaign has reached millions of people around the world and was awarded several prizes.

Thousands of women and girls, who could not receive any help in their own countries or did not know whom to turn to, have contacted us since then.

We have opened several Desert Flower Centres for victims and we cooperate with local youth welfare offices in order to protect menaced girls.

However, this is not enough!

According to the estimations of NGOs, the number of women affected by FGM in Europe has risen to 700.000 – 1 million, due to immigration and the negligence of politicians and authorities.

Alone in England the number of women has risen from 70.000 in 2005 to 137.000 in 2015!

After meeting with us on several occasions, the British Government has finally conformed to our demands and implemented an obligation to report and register all cases of FGM at schools, hospitals and doctor’s surgeries.

This way, it is possible to provide targeted information for women and girls, who are now no longer just left to their fate!

FGM is a crime against innocent children!

It is the most severe and brutal form of child abuse and it must never be justified by religion or tradition!

Everyone, whether in Europe or anywhere else in the world, must fight against it!

Please support our fight against this gruesome torture by offering your cooperation or a donation!

Thank you! LOVE,

Waris Dirie

Dramatischer Anstieg von FGM in Europa! – Britische Regierung erfüllt endlich unsere Forderungen!

30 Oct

Liebe UnterstützerInnen meiner Desert Flower Foundation!

Die Desert Flower Foundation war die erste Organisation, die die weite Verbreitung von FGM in Europa recherchiert und aufgedeckt hat.

Unsere schockierenden Erlebnisse in den afrikanischen Communities, bei Ärzten und in Spitälern in Europas Großstädten sowie die Ignoranz der Behörden sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und betroffenen Frauen und bedrohten Mädchen Aufklärung und Hilfe anzubieten, habe ich in meinem Buch “Schmerzenskinder“ verarbeitet.

Unsere Recherche und mein Buch haben die Europäische Union 2006 veranlasst FGM erstmals auf ihre Agenda zu setzen, denn schon damals waren mindestens 500 000 Frauen und Mädchen von FGM in Europa betroffen. Nach unserer Präsentation beim EU Ministerrat 2006 haben zahlreiche Länder Gesetze gegen FGM erlassen oder verschärft und Aufklärungskampagnen gestartet.

Unsere Kampagne “STOP FGM NOW“ erreichte Millionen von Menschen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit damals meldeten sich bei uns tausende Mädchen und Frauen, die in ihren Ländern keine Hilfe erhielten oder nicht wussten an wen sie sich wenden konnten. Wir haben für betroffene Frauen Desert Flower Centers eingerichtet und arbeiten mit Jugendämtern zusammen, um bedrohten Mädchen zu schützen.

Doch das reicht nicht. Durch Immigration und die Nachlässigkeit von Politik und Behörden ist die Zahl der betroffenen Frauen in Europa nach Schätzungen von NGOS mittlerweile auf 700 000 bis 1 Million gestiegen.

Alleine in England stieg die Zahl der betroffen Frauen von 70 000 im Jahr 2005 auf 137 000 im Jahr 2015. Die britische Regierung, mit deren Repräsentanten wir mehrere Treffen hatten, hat nun endlich eine unserer Forderungen erfüllt und die Meldepflicht von FGM-Fällen an Schulen, in Spitälern und bei Ärzten eingeführt. Damit kann gezielt aufgeklärt und geholfen werden und die Frauen und Mädchen werden nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.

FGM ist ein Verbrechen an unschuldigen Kindern. Es ist die schwerste und brutalste Form von Kindesmissbrauch und darf niemals durch Religion oder Tradition gerechtfertigt werden. Jeder von uns, ob in Europa oder auf der ganzen Welt, muss dagegen auftreten.

Bitte unterstützen Sie unseren gemeinsamen Kampf gegen diese grausame Folter durch Ihre Mitarbeit oder durch Ihre Spende!

Vielen Dank!

Ihre Waris Dirie

It has nothing to do with religion! – ‘Desert Children’ by Waris Dirie

28 Oct

I dream about a girl. She is five, or perhaps six, years old. She is black as the night, with wild hair and huge eyes. She is lying on an iron bedstead covered with a green sheet. The room she lies in is dark, cold and empty.

The girl is afraid. She is quivering with fear but staying still otherwise. Only now do I realise why. She is tied down with heavy dark brown leather belts at her wrists and ankles. Her legs are spread wide.

The door opens. Five women come in. She cannot see their faces. Nobody speaks.

One of the women is carrying a white kidney-shaped dish. In it there is a razor blade. The other women have white cloths. The circumciser stands at the foot of the bed in the middle of the room. The women group round her. Nobody says a word.

The circumciser kneels down in front of the girl’s spread legs, puts her little dish on the bed and takes the razor blade in her right hand. Then she moves her hand towards the girl’s genital area.

Suddenly the room is flooded with a stream of light from above. A voice rings out: ‘Don’t do it. Stop! It’s against our religion.’

Then it turn deathly quiet again. The light has disappeared. The circumciser lays the razor blade back in the dish she stand up and slowly leaves the room. The women follow her in silence.

The leather constraints have gone. The girl sits up and finds herself in the middle of a flower-filled meadow. Kneeling next to her is the girl’s mother, saying, ‘It is over. It is over for good.’

Who do people listen to most? Their spiritual leaders, I am convinced of it. Genital mutilation would disappear overnight if the leaders of the world’s religion were to say ‘Mutilation is contrary to the ethical principles of our religious community. Stop doing it.’

No law, no education programme, no political campaign could ever be as effective as a religious leader taking a stand. With only those five words – ‘it is against our religion’ – the could end this horror.

A vision? Perhaps it is only a vision now. I hope it will not stay that way for ever.

Please support our vision here!

Das hat nichts mit Religion zu tun! – Aus „Schmerzenskinder“ von Waris Dirie

28 Oct

Ich träume von einem Mädchen. Es ist fünf, vielleicht sechs Jahre alt. Es ist kohlrabenschwarz, hat struppige Locken und riesige Kulleraugen. Es liegt auf einer Eisenpritsche, die mit einem grünen Laken bedeckt ist. Der Raum, in dem sie sich befindet, ist ansonsten leer, kahl und düster.

Das Mädchen hat Angst. Es zittert, aber es bewegt sich kaum. Erst jetzt erkenne ich den Grund. Es ist festgeschnallt mit dicken dunkelbraunen Ledergurten, an den Handgelenken und an den Fußknöcheln. Die Beine sind gespreizt.

Die Tür geht auf. Fünf Frauen treten ein. Ihre Gesichter kann ich nicht sehen. Niemand sagt etwas.

Eine Frau trägt eine kleine, weiße Nierenschale in der Hand. Darin liegt eine Rasierklinge. Die Frauen halten weiße Tücher. Die Beschneiderin stellt sich an das Fußende der Pritsche, die in der Mitte des Raumes steht. Die Frauen gruppieren sich um ihn herum. Immer noch hat keine ein Wort gesagt.

Die Beschneiderin kniet sich vor den gespreizten Beinen des Mädchens nieder, stellt ihre Schüssel auf die Pritsche und nimmt die Rasierklinge in die rechte Hand. Dann führt sie die Hand Richtung Scham des Mädchens.

Mit einem Mal wird der Raum von oben herab mit grellem weißen, gebündelten Licht erhellt. Alle schrecken zusammen und schauen nach oben. Eine Stimme ertönt: „Hört auf damit. Es ist gegen unsere Religion.“

Dann ist es wieder totenstill. Das grelle Licht ist verschwunden. Die Beschneiderin legt ihre Rasierklinge zurück in die Schüssel, sie steht auf und verlässt mit langsamen Schritten den Raum. Die Frauen folgen ihr wortlos.

Die Riemen an den Armen und an den Beinen des Mädchens sind nicht mehr da. Das Mädchen richtet sich auf, reibt sich die Augen und sitzt inmitten einer bunten Blumenwiese. Daneben kniet seine Mutter und sagt: „Es ist vorbei. Es ist für immer vorbei.“

Auf wen hören Menschen auf der ganzen Welt am ehesten? Auf geistliche Führungspersönlichkeiten, davon bin ich absolut überzeugt. Genitalverstümmelung wäre von heute auf morgen kein Thema mehr, wenn die Oberhäupter aller Religion sagen würden: „Die Verstümmelung widerspricht den ethischen Grundsätzen unserer Glaubensgemeinschaft. Lasst ab davon.“ Kein Gesetz, keine Aufklärungskampagne, keine Polizei, keine Gerichtstrafe, keine politische Überzeugungsarbeit hat eine solche Macht wie die kirchlichen Würdenträger. Mit nur fünf Worten – „Es ist gegen unsere Religion“ – könnten sie diesen Horror beenden.

Eine Vision? Vielleicht noch heute. Hoffentlich nicht für immer.

Unterstützen auch Sie unsere Vision hier.

 

FGM scandal in England: Disastrous Failure of Social Services

23 Oct

Two women arrested by police in Bristol over accusations of inflicting FGM have fled Britain with their alleged victims and other at-high risk girls in a blow to efforts to secure landmark first convictions.

Police wanted social workers responsible for the girls care to obtain court orders, to protect them from further risk and preventing them from being taken out of the country.
But after “insufficient” action has been taken, both women were left free to flee abroad, taking the FGM victims and the girls at high risk with them.

Similar failings allowed another suspect, a woman from the Middle East in Newcastle.

The woman was arrested over an allegation that she had inflicted FGM on two little girls.
The youngsters were taken into care but released after social service department decided FGM had already inflicted on both of them.

Police confiscated the passport of the woman but she obtained a replacement from her home country.
UK border staff stopped her with the two girls including a toddler feared to be at high risk of further mutilation, but in absence of any further action by social workers she was left free to depart.

England has the highest rate of FGM victims in Europe, a minimum of 137 000 girls and women are affected and ten thousands of little girls at risk.

It seems British authorities, especially social services, are not interested to protect girls from FGM or bring perpetrators to court.

But we will never give in but continue to fight against FGM in England and all over the world.

Please support us here!

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FGM Skandal in England: Totalversagen der SozialarbeiterInnen!

23 Oct

Zwei Frauen wurden in Bristol festgenommen, wo eine der größten somalischen Communitys von England lebt.

Es bestand der dringende Verdacht, dass die zwei Frauen zwei Mädchen genital verstümmelt hatten. Ihre Reisepässe und die Pässe ihrer Opfer sowie weiterer kleiner Mädchen aus dem Umkreis der beiden Frauen wurden von den Behörden beschlagnahmt und einbehalten.

Die Polizei stufte diese Mädchen als hochgefährdet ein und übergab die Frauen und die Opfer der Fürsorge. SozialarbeiterInnen hatten die Aufgabe die bedrohten Mädchen zu schützen und sich darum zu kümmern, dass die Frauen zu weiteren Einvernahmen bei Gericht erscheinen.

Doch die SozialarbeiterInnen gaben den Frauen ohne das Wissen der Polizei ihre Pässe zurück und ermöglichten ihnen damit ihre Flucht aus England. Mit den beiden Frauen verschwanden auch die minderjährigen FGM-Opfer und die hochgefährdeten Mädchen spurlos.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Newcastle.

Eine Frau aus dem Nahen Osten – vermutlich aus Syrien, wo FGM weit verbreitet ist – wurde verhaftet, da sie ihre beiden Töchter beschneiden ließ. Ihre jüngste Tochter – noch im Babyalter – wurde als hochgefährdet eingestuft.

Auch hier wurden die Pässe eingezogen. Die Kinder wurden SozialarbeiterInnen übergeben und sollten während der Ermittlungen in der Obhut der Fürsorge bleiben, da Fluchtgefahr bestand.

Doch die Frau beantragte bei ihrer Botschaft in London neue Pässe, holte ihre Kinder von der Fürsorge ab und verschwand mit ihnen ebenfalls spurlos.

Es sieht ganz so aus, als ob britische Behörden, allen voran die Fürsorge und andere soziale Einrichtungen überhaupt kein Interesse daran haben Mädchen vor FGM zu schützen oder Beschneiderinnen vor Gericht zu bringen.

137 000 FGM-Opfer in England und zehntausende bedrohte Mädchen scheinen sie nicht sonderlich zu interessieren!

Wir geben nicht auf und kämpfen weiter gegen Genitalverstümmelung in England und auf der ganzen Welt.

Bitte unterstützen auch Sie unseren Kampf hier!

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Tutu smiles again – Thank-you letter from Freetown

19 Oct

Dear Desert Flower Foundation,

I want to thank you and all the supporters in the name of the Kamara family and especially in the name of my niece Isatu Kamara.

The nickname of my niece is Tutu.
Tutu is eleven years old and lives with her grandmother Yeali Kamara. She takes care of her and four other children.

Tutu almost lost her life, because her mother could not take proper care of her. Her health condition was alarming, so we brought her to live with her grandmother. There she recovered quickly.

Isatu Kamara

Today she is in a good state of health and smiles from the bottom of her heart. She attends the E.B. Williams Primary Schools and she is in class four. She also helps her grandmother with a lot of household chores.

Grandmother is a gardener and petty trader and supports the whole family with her income. Sometimes I come by to help.

The Ebola crisis affected every family in Sierra Leone and made life even more difficult. Tutu´s grandmother had to keep the children from going out to play with neighbours.

They are so very grateful for the sponsorship they receive from the Desert Flower Foundation for Tutu, especially in times like this.

In the name of my niece Tutu and in the name of my whole family: Thank you!

Yours,

Amy Kamara

Please support our program here!

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Tutu kann wieder lächeln – Dankesbrief aus Freetown

19 Oct

Liebe Desert Flower Foundation und liebe UnterstützerInnen,

ich möchte Ihnen im Namen meiner Nichte Isatu Kamara und im Namen der gesamten Familie Kamara Dank aussprechen.

Der Spitzname meiner Nichte ist Tutu, sie ist elf Jahre alt und lebt gemeinsam mit vier anderen Kindern bei ihrer Großmutter Yeali Kamara.

Tutu hätte beinahe ihr Leben verloren, da sich ihre Mutter leider nicht gut genug um sie kümmern konnte. Ihr gesundheitlicher Zustand war so katastrophal, dass wir sie schließlich zu ihrer Großmutter brachten, wo sie sich langsam erholte.

Isatu Kamara

Heute ist Tutu gesund und kann wieder aus vollem Herzen lächeln. Sie besucht die vierte Klasse der „E.B. Williams Primary School“ und hilft ihrer Großmutter bei der Hausarbeit.

Großmutter baut Gemüse an und verkauft es am Markt. Damit ernährt sie die vier Kinder, die bei ihr leben. Ich komme manchmal vorbei um sie zu unterstützen.

Der Ebola Virus, von dem Sierra Leone schwer betroffen war, machte das Leben für uns alle noch schwieriger. Die Kinder mussten zu Hause bleiben und durften nicht mit anderen spielen.

In diesen schwierigen Zeiten konnten sie die Unterstützung der Desert Flower Foundation besonders gut gebrauchen.

Im Namen von Tutu und der gesamten Familie bedanke ich mich bei der Desert Flower Foundation und allen Unterstützern und Unterstützerinnen,

Ihre Amy Kamara

Bitte unterstützen auch Sie uns hier.

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Forced marriage, FGM and sex with children

15 Oct

9 year old girl forced to marry 78 year old man

Child marriage, FGM and the ritual of “beading” are illegal in Kenya since 2011.

But cultural traditions are hard to break among the Samburu tribe.

Girls are bought for sex by a member of the same clan before they are married off. The more beads she has around her neck, the higher the price. Some of the girls are just six years old when they are “beaded”.

Once girls reach the age of marriage they will marry someone from a different clan.

“When I was about nine years old, my father married me off to an old man who was 78 years old,” Younis explains. “I went to his home and I stayed with him one week.
He told me that I will be a wife but I was just innocent, I wanted to come to school. But that man wanted me to be a third wife. I told him, I will not be your wife, and he caned me.”

Angela, another girls, talks about the threat of FGM:
“When I was nine years old, my father wanted me to be circumcised,” she says.
“I ran away to the forest.”
She had seen the blood and heard the screams and did everything she could to avoid meeting the same fate.

Both girls were helped by Josephine Kulea, a Sabmuru woman who is fighting the very Samburu cultural traditions she grew up with.

She tries to save the young girls from the ritual of beading, from early marriage and from FGM and to enable them to go to school.

To improve the living conditions of those young Samburu girls and all African girls who are in danger, we have to work continuously on educating them and everyone in their community.

Please support us here.

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Zwangsheirat, Genitalverstümmelung und Sex mit minderjährigen Mädchen

15 Oct

9-jährige sollte 78-jährigen Mann heiraten!

In Kenia sind Zwangsheirat und Genitalverstümmelung erst seit 2011 verboten.

Beim Stamm der Sumburu wird nicht nur beides, sondern auch noch ein perfides „Ketten-Ritual“ mit minderjährigen Mädchen praktiziert.

Bei letzterem werden junge Mädchen vor der Ehe für Sex gekauft. Wenn ein Mann aus dem gleichen Klan dem Mädchen eine Kette schenkt, „reserviert“ er sich das Mädchen. Je mehr Ketten sie hat, desto höher ihr Preis. Manche Mädchen sind bei diesem Ritual nicht älter als sechs Jahre.

Heiraten sollen die Mädchen schließlich jemanden aus einem anderen Klan.

Die heute dreizehnjährige Younis erzählt, wie sie vor ihrer Zwangsverheiratung mit einem Mann davon lief, der ihr Großvater hätte sein können:
„Als ich neun Jahre alt war, brachte mich mein Vater zu einem Mann, der 78 Jahre alt war“, erzählt Younis.
„Ich wollte nur zur Schule gehen, aber er wollte mich zu seiner dritten Frau machen. Als ich ihm sagte, dass ich nicht seine Frau sein wollte, schlug er mich.“

Die heute zwölfjährige Angela erzählt, wie sie der Genitalverstümmelung entkam:
„Als ich neun Jahre alt war, wollte mein Vater mich verstümmeln lassen. Ich bin davongelaufen.“
Angela erinnerte sich an das Blut und die Schreie ihrer Freundinnen, die zuvor Opfer von FGM wurden, und tat alles, um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden.

Beide Mädchen fanden Hilfe bei Josephine Kulea, einer Angehörigen des Stammes, die sich gegen die eigenen Stammestraditionen und für den Schutz der Mädchen einsetzt. Sie versucht ihnen Sicherheit zu geben und eine Schulbildung zu ermöglichen.

Eine Verbesserung der Lebensbedingungen dieser und aller jungen Mädchen, die unter solchen menschenunwürdigen Bedingungen aufwachsen, ist nur durch kontinuierliche Aufklärungsarbeit und Bildung möglich.

Tragen auch Sie dazu bei und unterstützen Sie uns hier.

samburu girls