Trauriger Rekord

7 Oct

Eines von vier FGM-Opfern lebt in Ägypten!

Für Millionen ägyptischer Schulmädchen sind die Sommerferien nicht mit Freiheit und Freude verbunden, sondern mit dem Verlust eines wesentlichen Teils ihres Körpers und ihrer Würde.
Die Sommerferien werden in Ägypten nämlich meistens für die Genitalverstümmelung von Mädchen zwischen acht und zwölf benutzt.

FGM ist in Ägypten verboten, und zwar schon seit dem Jahr 2008. Seit damals ist die Zahl der Opfer im Alter von 15 und 17 immerhin gesunken: Von 75 auf 61 Prozent (2014).

Insgesamt ist die Situation in Ägypten noch immer katastrophal: 92 Prozent aller Frauen wurden auf diese Art „veredelt“ und damit auf die Heirat vorbereitet.

Die Praxis ist in der ägyptischen Gesellschaft tief verwurzelt und in weiten Kreisen, bis hin zu Ärzten, Richtern und Lehrern, akzeptiert. Um etwas zu verändern, muss man an den Überzeugungen aller Menschen arbeiten.

Zu diesem Zweck wurde von der UNFPA eine Theatergruppe beauftragt, die durch öffentliche Auftritte eine nationale Debatte und ein Umdenken anregen soll.

Zu Beginn dieses Jahres wurde auch erstmals seit dem Verbot 2008 ein Arzt für die Durchführung von FGM verurteilt.

Wir können nur hoffen, dass sich das Land langsam löst von diesem erschreckenden Rekord:
Eine von vier verstümmelten Frauen der Welt kommt aus Ägypten!

Wir unterstützen diesen Kampf.

Bitte helfen auch Sie uns hier!

Hassan Hafez, a barber, mimics the way he used to perform female genital mutilation (FGM) in Minia June 13, 2006. Barbers in Egypt are people who perform circumcisions, although because of efforts of organizations like UNICEF, Hafez no longer circumcises women, only men. The practice of FGM dates back over two thousand years in Egypt and is widely practiced in all levels of society for Muslims and Christians alike. Many organizations have funded programs to help educate people about the risks and dangers of FGM in order to change people's opinions on this procedure which is seen by many as a necessary social norm. Picture taken June 13, 2006. REUTERS/Tara Todras-Whitehill (EGYPT)

Ein Ägpyter demonstriert die Handgriffe von FGM. 2006. REUTERS/Tara Todras-Whitehill (EGYPT)

 

 

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