FEHLENDE HANDLUNGSBEREITSCHAFT IN KENIA UND ÄGYPTEN

3 Jan

Kenia: Bewaffnete Männer bedrohen Familien von unbeschnittenen Mädchen

Girls in Kuria wearing special hats after undergoing FGM.

Im kenianischen Distrikt Kuria, wir die illegale FGM Season in öffentlichen Zeremonien gefeiert.

Im Laufe des letzten Monats wurden Hunderte von Mädchen aus dem Stamm Opfer von FGM, ohne Eingriffe der Behörden.

Familien von unbeschnittenen Mädchen wurden von Gruppen bewaffneter Männer, die von Tür zu Tür gingen, belästigt.

Vor einigen Monaten beschlossen mehrere hochrangige Regierungsbeamte zu kooperieren, um sicherzustellen, dass kein Mädchen in Zukunft beschnitten wird.

Daraufhin begannen Beschneiderinnen die Zeremonien heimlich auszuführen. Kurz nachdem ihnen jedoch klar wurde, dass keine Maßnahmen gegen sie ergriffen werden, zelebrierten sie die Beschneidung der Mädchen öffentlich auf den Straßen von Kuria! Die Mädchen werden offen auf den Straßen paradiert und tragen Feierhüte als Zeichen!

In den letzten Jahren hat Kenia einen nationalen Anti-FGM-Ausschuss, Hotlines, ein nationales Roadshow-Programm und ein Team von 20 engagierten FGM-Staatsanwälten  im Kampf gegen Genitalverstümmelung eingeführt.

Trotz der Einführung dieser Maßnahmen führt die fehlende Handlungsbereitschaft der Behörden zu der Verstümmelung vieler junger Mädchen!

Die Versprechen der Regierung wurden schon innerhalb kurzer Zeit gebrochen!

Ägyptische FGM Arzt flieht nach dem Tod eines jungen Mädchens in die Türkei 

Im vergangenen Jahr  brachte eine ägyptische Familie ihre 17-jährigen Zwillinge in ein öffentliches Krankenhaus in Suez, um sie beschneiden zu lassen.

Eines der Mädchen starb während der Operation!

Der Tod der jungen Mousa führte zu einem neuen Gesetzesentwurf, der die Strafe für FGM-Straftäter in Ägypten erhöhte. Die Strafe stieg von einem Jahr auf drei Jahre für Familien und von 5 auf 7 Jahre für FGM Ärzte.

Trotz der neuen Gesetzgebung zeigten die Behörden eine mangelnde Handlungsbereitschaft. Die Mutter des Mädchens und der Anästhesist wurden verhaftet, während der Arzt in die Türkei floh.

Bei einer anschließenden Anhörung erhielt die Mutter eine Geldstrafe von 52$ und der Arzt eine Geldstrafe von 263 $, zusätzlich wurden beide lediglich zu einer Haftstraße von einem Jahr verurteilt.

FGM ist seit 2008 illegal in Ägypten, trotzdem kommen die Täter immer wieder davon!

Wir fordern eine strengere Verfolgung und Handlungsbereitschaft im Kampf gegen FGM weltweit! 

 

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